Donnerstag, 10. März 2011

#132 Ein letzter Tanz


Und silberne Blätter fielen auf uns herab, wie flockiger Schnee. Eine Stimme versuchte zu mir durchzudringen. Aber meine Ohren waren taub, meine Stimme stumm. Sie hielt meine Hand, fluchte wohl und schrie. Dennoch, sie drang nicht zu mir durch. Kleine Tropfen fielen auf meine Wagen und liefen zu meinem Mund. Der salzige Geschmack der Trauer. Sie legte ihren Kopf auf meine Brust. Ich spürte das Zittern und drückte leicht ihre Hand. Zu gern hätte ich sie getröstet, ihr gesagt, wie sehr mein Herz für sie schlug. Nur für sie. Doch ich konnte nicht mehr. Um uns herum war der Spott, das Gelächter. Und in uns nur die Liebe zu einander, welche sich immer weiter zurückzog, sich einschloss in endloser Einsamkeit. Allmählich spürte ich meinen Körper kaum noch. Mein Herzschlag wurde ruhiger, leiser, wiegte mich in den Schlaf, wie das Lied einer Mutter. Die Trauer wich der Freude endlich erlöst zu sein. Doch ihre qualvolle Stimme hörte nicht auf, meinen Namen zu schreien, obgleich ich nicht mehr wusste, wie ich hieß, so rief sie nach mir. Ich spürte es. Denn unsere Liebe, die Zuneigung, war wie ein roter Faden, der uns verband. Auch nach all dem.
Ich werde sie nie wieder im Arm halten können, nie wieder ihre Stimme flüstern hören. Von nun an war sie allein.

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